Hagen. Einen besonderen Kindergottesdienst feierten Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren am Sonntag, dem 20. September 2026, in der Neuapostolischen Kirche Hagen-Haspe. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir mit Gott sprechen und ihm unsere Anliegen anvertrauen können.
Priester Rainer Schulte gestaltete den Gottesdienst und legte das Bibelwort aus Lukas 11,1 zugrunde: "Herr, lehre uns beten." Schon vor Beginn des Gottesdienstes konnten die Kinder ihre persönlichen Bitten an Gott auf herzförmige Blätter aufschreiben. Diese wurden anschließend gemeinsam zum Altar getragen – ein sichtbares Zeichen dafür, dass jeder seine Anliegen vertrauensvoll vor Gott bringen darf.
Von Jesus beten lernen
Auch den Jüngern Jesu ging es ähnlich wie den Kindern heute: Sie wussten nicht immer, wie sie ein Gebet beginnen oder ihre Gedanken und Bitten formulieren sollten. Deshalb beschäftigten sich die Kinder mit verschiedenen Bibelstellen, in denen Jesus selbst gebetet hatte.
Dabei entdeckten sie unterschiedliche Formen des Gebets. Jesus betete in der Stille, suchte vertrauensvoll wie ein Kind die Nähe zum Vater, blieb auch in schwierigen Situationen ehrlich, betete für andere Menschen und pflegte die Gemeinschaft auch beim Abendmahl.
Ein anschauliches Beispiel machte deutlich, wie Beten entlasten kann. Ein Kind trug einen schweren Rucksack. Mit jeder vor Gott gebrachten Last wurde symbolisch etwas aus dem Rucksack herausgenommen. So wurde deutlich: Wenn wir beten und unsere Sorgen Gott anvertrauen, kann er uns helfen, unsere Lasten zu tragen.
Gott zeigt den nächsten Schritt
In seiner Co-Predigt griff Priester Matthias Schnettler das Thema mit einer Taschenlampe auf. Eine Taschenlampe leuchtet nicht den gesamten Weg aus, sondern zeigt zunächst nur den nächsten Abschnitt. Ebenso kann Gott durch das Gebet Orientierung geben. Er zeigt uns den nächsten Schritt, auch wenn wir unseren gesamten Lebensweg noch nicht erkennen können.
Als Kernsatz wurde den Kindern mitgegeben:
"Beten – das Herz vor Gott öffnen."
Damit wurde deutlich: Beim Beten geht es nicht darum, immer die richtigen oder besonders schönen Worte zu finden. Vielmehr dürfen wir mit unseren Sorgen, Bitten, unserem Dank und unseren Fragen ehrlich zu Gott kommen und ihm vertrauen.
Nach dem Gottesdienst kamen die Kinder zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Anschließend fand der Unterrichte in den jeweiligen Gruppen statt. So klang ein Kindergottesdienst aus, der auf anschauliche Weise vermittelte, dass Gebet eine persönliche Verbindung zu Gott ist und ihnen in allen Lebenssituationen offensteht.
© Bezirk Hagen
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