Am Sonntag, den 26. Juli 2026, 13.00 Uhr, trafen sich ca. 100 Christinnen und Christen der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Kirchengemeinden sowie die Jakobuspilgerfreunde Breckerfeld zum 8. Ökumenischen Gottesdienst auf der Jakobus-Kirmes im Gedenken an den Apostel Jakobus.
Traditionell war natürlich die Anwesenheit der Jakobuspilgerfreunde Breckerfeld, die jährlich am 25. Juli ganz besonders des Apostels Jakobus, dem Patron der Jakobspilger, gedenken. Nach einer Überlieferung wurden die Gebeine des Apostels im 9. Jahrhundert in Santiago de Compostela gefunden und dort auf dem Feld, am 25. Juli, beigesetzt. Im Laufe der Jahrhunderte entstand eine Pilgerbewegung nach Santiago de Compostela, die sich gerade im Mittelalter in der Größenordnung sehr ausdehnte, dann nach und nach zurückging, um im 19. Jahrhundert eine Art Renaissance zu erleben. Schon seit dem Mittelalter liegt Breckerfeld an einem 41,1 km langen Abschnitt des Jakobusweges in Richtung Remscheid-Lennep.
Der Gottesdienst wurde von Ingrid Komitsch, Angelika Marsch und Ingo Tacke (Jakobuspilgerfreunde Breckerfeld), Hiltrud Düllmann und Pater David Ringel (Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus), Pfarrer Marcus Tyburski (Evangelische Jakobus-Kirchengemeinde) und Priester Klaus-Peter Riebeling (Neuapostolische Kirchengemeinde) gestaltet. Erster Schwerpunkt der Predigt war das Bibelwort aus Johannes 15, 1-5: „Ich bin der Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir, und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun“. Es geht hier um eine ganz enge Verbindung zu Jesus Christus, um Gutes tun zu können. Diese Verbindung gibt die nötige Kraft, um Widerstände überwinden zu können, standhaft zu sein und das Evangelium leben zu können. In der Familie, in der Gesellschaft. Der zweite Schwerpunkt war die Beschäftigung mit der „Pilgerrose“. Kunst, Kultur und Natur sind auf dem Pilgerweg reichlich zu finden. An einigen dieser Orte in Deutschland und Spanien erfreut seit kurzem eine besondere Rose namens Castell d`Alaquas die Pilger. Sie markiert nicht nur besondere Orte entlang des Jakobsweges für den Pilger, sondern weist darauf hin, dass hier etwas in Bewegung ist. Sie steht auch für die Symbiose von Kunst, Kultur und Natur auf dem Jakobsweg und wächst überall dort, wo Pilger rasten oder innehalten. An diesen Orten entstehen nachhaltige Kommunikations- und Integrationsoasen, ein Zusammensein von Menschen unterschiedlichster Kulturen. Die Rose ist Symbol für den Pilgerweg und für den Weg des Lebens. Die Rose steht für die hellen und dunklen Seiten des Lebens. Sie ist Symbol für Vollkommenheit, Schönheit, Anmut und Lebensfreude, aber auch für Vergänglichkeit. Sie steht für die Ambivalenz von Liebe und Leid.
Die Jakobuspilgerfreunde hatten einen Rosenstock der Rosensorte Castell d`Alaquas erworben und dekorierten damit die Gottesdienstbühne. Nach dem Gottesdienst wurde der Rosenstock in das Blumenbeet neben der Katholischen Kirche eingepflanzt.
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch Gemeindegesang, einem Posaunenchor bestehend aus Bläsern der evangelischen Kirchengemeinden Wetter-Wengern, Hagen-Dahl, Breckerfeld und dem Ökumenischen Jakobus-Chor Breckerfeld.
Viele fleißige Helfer waren aktiv, um gute Rahmenbedingungen zu schaffen.
In den ersten Reaktionen wurden Begriffe wie Freude und Wohlgefühl gewählt. Es war in der Tat ein sehr schöner Gottesdienst und der Wunsch nach noch mehr Gemeinsamkeit schloss sich an.
© Bezirk Hagen
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