Boele. Am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, feierte Apostel René Follmann gemeinsam mit den Gemeinden Hagen-Boele und Hagen-Hohenlimburg den Gottesdienst in der Gemeinde Hagen- Boele. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen fand der Gottesdienst im Untergeschoss der Kirche statt.
Fleißige Helferinnen und Helfer hatten alles vorbereitet, die Räumlichkeiten bestuhlt und auch dafür gesorgt, dass der Gottesdienst zumindest per Ton übertragen werden konnte. Flexibilität war angesagt und wurde sichtbar: so wurde beispielsweise kurzerhand der Raum, in dem sich die Kinder zur Vorsonntagsschule versammeln, als Sakristei hergerichtet.
Grundlage der Predigt im Gottesdienst war das Bibelwort aus Philipper 2, Verse 3 und 4: "Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient."
Ausgehend von diesem Bibelwort machte der Apostel deutlich, dass Apostel Paulus dazu aufruft, Egoismus abzulegen und stattdessen Demut und Nächstenliebe zu leben.
Zu Beginn der Predigt stellte er Gedanken in den Raum, die Vielen vertraut erscheinen könnten: "Man kann ja nicht immer nur an die Anderen denken!" oder "Da geht es mir ja auch gar nicht um mich!" Er regte dazu an, das eigene Handeln ehrlich zu hinterfragen: Geht es manchmal doch um uns selbst? Ehre kann oberflächlich sein – bloßer Schein ohne echte Werte.
Diesen Gedanken verband Apostel Follmann mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Obwohl der Sohn alles verspielt hatte, wurde er vom Vater liebevoll aufgenommen. Der Vater stellte die Beziehung über das Fehlverhalten und feierte die Rückkehr seines Sohnes. Der ältere Bruder hingegen hatte Mühe damit, dies anzunehmen. Seine Sicht war von Vergleich und Gerechtigkeit geprägt – dem Vater jedoch ging es um Beziehung, Versöhnung und Eintracht.
Der Apostel machte deutlich, wie schwer es uns manchmal fällt, den Anderen wirklich in seiner Not wahrzunehmen. Oft sehen wir Fehler, urteilen vorschnell oder verlassen uns auf Informationen, die nicht vollständig sind. Dahinter kann auch die Sorge stehen, selbst zu kurz zu kommen.
Zum Abschluss wurde die Gemeinde ermutigt, auf Gottes Fürsorge zu vertrauen: "Gott sieht dich und versorgt dich mit allem, was du brauchst."
Im Predigtbeitrag bereitete Bezirksältester Gottfried Flügge, Leiter des Kirchenbezirks Hagen, die Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vor.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel Diakonin Andrea Lindenkohl aus der Gemeinde Hagen- Haspe zur Priesterin.
Trotz der hohen Temperaturen nahm sich Apostel Follmann nach dem Gottesdienst viel Zeit für Gespräche und verabschiedete Jeden persönlich.
© Bezirk Hagen
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