Breckerfeld. Am Mittwoch, 22. April 2026, 19.30 Uhr, hielt in der Neuapostolischen Kirche Breckerfeld im Rahmen des Vorsteheraustausches Priester Uwe Nussbaum aus Heiligenhaus den Abendgottesdienst.
Vorsteheraustausch bedeutet, dass die jeweiligen Gemeindeleiter im Apostelbereich im Austausch Gottesdienste in Gemeinden anderer Bezirke halten.
Priester Uwe Nussbaum aus der Gemeinde Heiligenhaus, Bezirk Bergisches Land, besuchte die Gemeinde Breckerfeld und diente mit einem Bibelwort aus Psalm 34, 9.10: „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel“.
Priester Nussbaum begann seine Predigt mit dem Hinweis, dass der Psalm 34 insgesamt auf die Möglichkeit der unmittelbaren Erfahrung Gottes hinweist. Gott ist keine Abstraktion, vielmehr kann er unmittelbar erfahren werden. Gott, so betont der Psalmist, ist „freundlich“, er ist gut und dem Menschen wohlgesonnen. Diese Aussage soll nicht nur einen Aspekt des Wesens Gottes zur Sprache bringen, sondern weist darauf hin, dass Gottes Güte erlebt werden kann. Die Aufforderung „Schmecket und sehet“ spricht von der unmittelbaren Möglichkeit des Menschen, Gott mit seinen Sinnen zu erfahren. Die Güte Gottes kann also geschmeckt und gesehen werden.
Priester Nussbaum führte weiter aus, dass Gottes Freundlichkeit sich oft in sehr konkreten Dingen – auch in Speisen zeigt. Das bezeugen Altes und Neues Testament. Als das Volk Israel auf der Wanderung durch die Wüste Hunger litt und sich nach Ägypten zurück sehnte, versorgte Gott es mit Manna, dem Brot des Himmels. Jesus speiste die Hungrigen, die seiner Predigt zugehört hatten, durch ein Wunder. An viele Tausend Menschen wurden Brot und Fisch verteilt, obwohl es viel zu wenig davon gab. Alle wurden satt und es war sogar noch viel Brot übrig. Die Israeliten und die Zuhörer Jesu konnten die Güte Gottes sehen und schmecken.
Eine wesentliche Grundlage für das Erleben der Güte und Freundlichkeit Gottes ist das Vertrauen in Gott. Deshalb preist der Psalmist denjenigen, der Gott vertraut. Das Vertrauen eröffnet den Zugang zu einer unmittelbaren Gotteserfahrung. Dass man in ausweglosen Situationen Vertrauen aufbringen kann, ist Werk des Heiligen Geistes. Wir können den Heiligen Geist bitten, uns dabei zu helfen, Vertrauen zu Gott – und vielleicht zu Menschen – aufzubringen.
Priester Nussbaum verwies des Weiteren auf den Psalmisten, der zur Gottesfurcht aufruft, die zum Vertrauen zu Gott gehört. Es geht dabei nicht um Angst vor Gott oder Angst vor der Strafe Gottes, sondern darum, zu erkennen, wie schwach und hilfsbedürftig der Mensch ist. Der Mensch sollte weniger von sich und mehr von Gott erwarten. Furcht Gottes zeigt sich auch darin, dass man sein Handeln nach dem Willen Gottes ausrichtet. Den Willen Gottes ernst zu nehmen, ist wesentlicher Ausdruck von Gottesfurcht. Der Psalmist hat für den, der dies aufbringt, eine mehr als tröstliche Zusage: „Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.“
Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Gemeinde, Chor und Orgel umrahmt.
© Bezirk Hagen
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