Breckerfeld. Am Sonntag, 05. April 2026, hielt Apostel René Follmann (Heiligenhaus) den Ostergottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Breckerfeld.
Der Gottesdienst mit Apostel Follmann hatte ein besonderes Gepräge. Mylos Moos aus der Gemeinde Hagen-Hohenlimburg empfing das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Apostel Follmann ging in seiner Vorbereitung auf die Aufgabe der Eltern ein. Man kann in der Erziehung eines Kindes nicht alles nachlesen und pädagogisieren, sondern macht auch vieles mit Liebe „aus dem Bauch“. Es geht um das Wohlergehen des Kindes. Die geistliche Entwicklung bedarf auch einer Begleitung. Kinder lernen von ihren Eltern, schauen ab, machen nach. Das Gebet und der Gottesdienst sind wichtige Elemente, um mit dem Kind in die Nähe Jesu zu kommen.
Apostel Follmann legte seiner Predigt ein Bibelwort aus Johannes 20, 17+18 zugrunde: „Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe“.
Nach einer Bibellesung begann Apostel Follmann seine Predigt mit dem Hinweis, dass die Karwoche etwas anders verläuft als eine normale Woche. Zweimal Gottesdienst im Abstand von 2 Tagen ist schon außergewöhnlich und der Bedeutung angemessen. Karfreitag gedenken Christen des Kreuztodes Jesu, und Ostern feiern sie seine Auferstehung. Man könnte an das Geschehene in der Vergangenheit denken und sich daran erfreuen. Aber Gott wirkt auch heute und in die Zukunft. Das Ostergeschehen ist der Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte und konkreter Beginn des göttlichen Heils- und Erlösungsplanes durch Jesus Christus. Aus der Verzagtheit der Jünger wurde Glaubensgewissheit und Bekennermut. Das hatte Jesus seinen Aposteln in das Herz gelegt, und es hatte „klick“ gemacht. Auch heute wirken die Apostel mit derselben Kraft. Unser Glauben und unser Bekennermut ist wie damals gefragt. Man kann anderen nicht alles erklären oder beweisen. Beispiel: Wiederkunft Jesu Christi. Aber wenn es bei uns „klick“ gemacht hat, können wir ohne Furcht davon berichten und erzählen.
Apostel Follmann ging nun auf das Textwort ein und stellte heraus, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, für uns gestorben und auferstanden ist. Der Auferstandene ist derselbe, der bei den Jüngern war – jedoch mit verwandeltem Leib. Die Evangelien schildern verschiedene Begegnungen mit dem Auferstandenen. Diese Berichte zeigen, wie der Herr den Gläubigen begegnet, er sie beim Namen nennt (wie Maria Magdalena), mit ihnen Mahl hält und mit ihnen spricht (wie mit Apostel Thomas oder den Emmausjüngern). Maria Magdalena erkannte ihn nicht und dachte, es wäre der Gärtner. Dann sprach Jesus ein Wort: „Maria“. Da erkannte sie ihn. Was war das für eine Begegnung? Sie war seine Nachfolgerin und blieb auch nach seinem Tod in der Nähe des Grabes. Und jetzt war er auferstanden. Sie ging voller Freude zu den anderen und erzählte von dieser Begebenheit.
Apostel Follmann führte weiter aus, dass Gott Jesus von den Toten auferweckte und damit die Wahrheit des Evangeliums und dass Jesus der Messias Israels war bestätigte. Zugleich wird deutlich, wie die Zukunft eines jeden, der an Jesus Christus glaubt, aussieht: Er wird einen Auferstehungsleib erhalten, der ihm den Zugang zu Gott erlaubt. Überdies eröffnet Jesu Wort und Tat eine vertiefte Erkenntnis des Wesens Gottes.
■ Gott ist ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit, der das Heil aller Menschen will.
■ Jesus ist der Gottessohn, der, durch den Heiligen Geist geleitet, den Menschen das Heil bringt. Der Vater liebt ihn, doch ersparte ihm nicht das Leid, denn Jesu Leiden und Sterben sind notwendig zur Erlösung.
■ Der Mensch Jesus handelte in vollkommener Weise nach dem Willen Gottes. Ihm nachzueifern, ist wesentliche Aufgabe desjenigen, der an ihn glaubt.
■ Jesus Christus ist wahrhaftig Immanuel, nämlich wesensmäßig ‚Gott mit uns‘. Wir begegnen ihm im Gottesdienst oder auch in der Gestalt dessen, der unsere Hilfe benötigt.
Die Auferstehung Jesu ist Grundlage des Glaubens aller Christen:
■ Die Auferstehung ist kein symbolisches Ereignis, sondern ein reales Geschehen. Denken wir daran, das Grab war leer!
■ Die Auferstehung Jesu ist der Sieg über Hölle und Tod. Jesus ist der Erstling der Auferstandenen. Seine Auferstehung ist Voraussetzung für unsere Auferstehung.
■ In der Auferstehung ist auch die Wiederkunft Christi begründet. In unserem Bibelwort sagt Jesus zu Maria Magdalena: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater“. Zuvor hatte er schon verheißen, dass er dort für uns eine Stätte bereitet, damit wir sind, wo er ist.
Bezirksevangelist Volker Lange ging in seinem Predigtbeitrag noch einmal auf die Begegnung Maria Magdalenas mit Jesus ein. Dieses eine Wort: „Maria“, machte alles gut, gab Freude, Zuversicht und Glaubenssicherheit. Jesus kennt dich beim Namen und möchte dir auch Freude, Zuversicht und Glaubenssicherheit geben.
Der Gottesdienst wurde musikalisch durch Gemeindegesang, Chor und Orgel umrahmt.
Integriert in den Altarschmuck waren Bastelarbeiten der Kinder aus der Vorsonntagschule und Sonntagschule.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen, und der „Osterhase“ hatte für jeden ein Osterei mitgebracht.
© Bezirk Hagen
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