Hagen. Zu einem besonderen Kindergottesdienst Plus (KiGo+) waren am Sonntag, 15. März 2026, alle Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren des Kirchenbezirks Hagen in die Kirche Hagen-Hohenlimburg eingeladen. Zahlreiche Kinder folgten gemeinsam mit ihren Eltern der Einladung und erlebten einen abwechslungsreichen und segensreichen Vormittag für die ganze Familie.
Der KiGo+ in Hagen-Hohenlimburg war als Einführungsveranstaltung für dieses neue Format des Kindergottesdienstes angelegt. Er baut auf den monatlichen Kindergottesdiensten für die Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen auf und erweitert das bewährte Konzept auf alle Altersgruppen. Ziel ist es, ein gemeinsames Glaubenserlebnis für Familien mit ihren Kindern zu schaffen und den Kindergottesdienst in altersgerechter Form weiterzuentwickeln.
Vor Gottesdienstbeginn wurden altersgerechte Spiele, Malen, Basteln angeboten und man sang gemeinsam rhythmisch begleitete Kinderlieder. Anschließend sprach Frauke Hamp, Beauftragte für die Kinderseelsorge, ein sogenanntes Mitmachgebet: Alle Anwesenden unterstützten das Gebet durch passende Handbewegungen und Gesten.
Anschließend begann der gemeinsame Gottesdienst, den Priester Rainer Schulte, ebenfalls Beauftragter für die Kinderseelsorge im Kirchenbezirk Hagen, feierte. Als Bibelwort dazu diente ein Vers aus dem Markusevangelium zu Grunde, der auch das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche für 2026 ist: "Fürchte dich nicht, glaube nur" (Markus 5,36b).
Nach dem Verlesen des Bibelwortes teilte man sich in drei Gruppen auf mehrere Räume der Kirche auf: Drei- bis Fünfjährige Kinder, Sechs- bis Neunjährige und Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren. Auch die Eltern konnten in diesen Gruppen teilnehmen.
Thema in den einzelnen Gruppen war die biblische Begebenheit, in der Jesus während eines Sturms im Boot auf dem See Genezareth schlief. Diese wurde dort jeweils altersgemäß erarbeitet und erklärt. Die Kinder setzten sich intensiv mit der Situation der Jünger auseinander und überlegten, was Angst und Vertrauen im eigenen Leben bedeuten können. Um die Unsicherheit und die Unruhe im Sturm erlebbar zu machen, wurde die Situation beispielsweise mit einem Schwungtuch anschaulich simuliert.
Für die 10- bis 14-jährigen Kinder wurde die Botschaft zusätzlich durch praktische Übungen vertieft. Mit einem verknoteten Seil wurde verdeutlicht, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft und Probleme oft nur gemeinsam und mit hohem Einsatz gelöst werden können. Ein Balance-Board zeigte eindrucksvoll, dass Gleichgewicht und Sicherheit häufig nur mit Unterstützung von außen gelingen – ein Bild für die Hilfe Gottes und der Gemeinschaft!
Im Anschluss an diese Gruppenphase kamen alle wieder im Kirchensaal zusammen, wo die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse und Erfahrungen präsentierten. Anschließend wurde weiter der Gottesdienst gefeiert.
Nach dem Gottesdienst und einem gemeinsamen Mittagessen blieb ausreichend Zeit für Gespräche und Begegnungen. In einem anschließenden Vortrag wurde das neue KiGo+-Konzept vorgestellt, an dem auch weitere Kinderseelsorger, der Gebietskirche Westdeutschland teilnahmen.
Mehrere Eltern äußerten sich im Anschluss positiv überrascht über die kreativen und durchdachten Ideen in den Gruppen und hoben besonders das gemeinsame Erleben des Glaubens in der Familie hervor. Es wurde deutlich, dass dieses neue Format großes Potenzial hat und den Kindergottesdienst in der Gebietskirche Westdeutschland nachhaltig bereichern kann.
Es ist geplant, den KiGo+ im Kirchenbezirk Hagen zunächst zweimal im Jahr anzubieten.
© Bezirk Hagen
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