Breckerfeld. Vom 09. bis 11. Januar 2026 wurde die jährliche Aktion Dreikönigssingen der Sternsinger in Breckerfeld durchgeführt.
Dieses Jahr errichteten die Sternsinger einen Informationsstand, am Samstag, am Einkaufszentrum und am Sonntag besuchten sie die Haushalte, die sich angemeldet hatten. Sie kamen auch zur Neuapostolischen Kirche Breckerfeld und wurden von Bischof Olaf Koch und Gemeindevorsteher Volker Lange herzlich begrüßt. Traditionell sangen sie ihr Sternlied, segneten die Gemeinde, informierten über die diesjährige Aktion und bekamen einen Spendenbetrag der Gemeinde mit.
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Als Kinderarbeit bezeichnet man einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Einsatz der Sternsinger-Partner
Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus der Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sie organisieren Förderkurse, um Kinder wieder einzuschulen und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Die Partnerinnen und Partner helfen arbeitenden Jugendlichen, einen Abschluss z.B. an Abendschulen zu machen. Sie sensibilisieren Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für das Recht auf Schutz und Bildung. Nur wenn diese Rechte umgesetzt werden, lässt sich der Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Aufstiegschancen durchbrechen.
Beispielprojekte in Bangladesch
Etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner von Bangladesch lebt in Armut. Um zum Familien- unterhalt beizutragen, brechen viele Kinder die Grundschule ab und gehen arbeiten. Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Kinderarbeit arbeiten in Bangladesch noch rund 1,8 Millionen Kinder, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. Zwei Projekte in Bangladesch zeigen, wie das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger dazu beiträgt, Kinderarbeit zu bekämpfen: Die Caritas Bangladesch bildet Kinder und Jugendliche armer und benachteiligter indigener Bevölkerungsgruppen aus. Sie sensibilisiert Eltern für das Recht auf Bildung und vermittelt ihnen, dass der Schulbesuch ihren Kindern bessere Zukunftschancen bietet. Die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) befreit in der Region Jessore in Westbangladesch Kinder und Jugendliche aus gesundheitsschädigenden Arbeitsverhältnissen. Das ARKTF-Team unterstützt die (Wieder-)Einschulung oder Ausbildung der jungen Menschen. Außerdem sensibilisiert der Projektpartner Kinder, Eltern, Arbeitgeber, lokale Behörden und Regierungsmitarbeitende für die Kinderrechte.
Sternsingen für die Kinderrechte auf Schutz und Bildung
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. So ermutigt die Aktion Dreikönigssingen 2026 Kinder und Erwachsene in Deutschland, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen – im eigenen Umfeld, beim eigenen Konsum und durch den Einsatz beim Sternsingen.
Jedes Jahr stehen ein Thema und Beispielprojekte aus einer Region exemplarisch im Mittelpunkt der Aktion Dreikönigssingen. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in rund hundert Ländern weltweit.
© Bezirk Hagen
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