Breckerfeld. Am Sonntag, 05. Oktober 2025, versammelten ich die Gemeindemitglieder der Neuapostolischen Kirche Breckerfeld zum diesjährigen Erntedankgottesdienst.
Im Vorfeld hatten Freiwillige den Altar und die Kirche geschmückt sowie für das leibliche Wohl gesorgt.
Priester Stefan Groß führte durch den Gottesdienst und stellte in seiner Predigt die Dankbarkeit und den Lob Gottes in den Mittelpunkt. Lob und Dank öffnen unser Herz für die Gegenwart Gottes. Lobpreis wird dargebracht im Bewusstsein, dass Gott sich stets mit Freundlichkeit und Gnade den Menschen zuwendet.
Wenn die Pilger früher durch die Eingangstore und die Vorhöfe in den Tempel in Jerusalem einzogen, dann sollte ein Gotteslob laut werden. Denn der Tempel symbolisierte die Gegenwart Gottes, der für sein Volk sorgt, wie ein Hirte für seine Herde. Wer Gottes Gegenwart sucht – im Gottesdienst oder im persönlichen Gebet –, ist aufgerufen, dies nicht gleichgültig oder mechanisch zu tun, sondern mit einem dankbaren Herzen.
Lob Gottes ist eine Form, Gott zu ehren. Dies kann sowohl persönlich als auch gemeinschaftlich erfolgen. In der Gemeinde erhält der Lobpreis Gottes eine besondere Tiefe. Die Stimmen und Herzen der Gläubigen verbinden sich im Gottesdienst zu einem gemeinsamen Lob Gottes.
Priester Groß wies im weiteren Verlauf seiner Predigt darauf hin, daß die Grundlage für unser Danken und Loben das Wesen Gottes ist. Gottes Gnade, Barmherzigkeit und Treue ziehen sich durch die gesamte Heilsgeschichte hindurch. Er ist und bleibt den Menschen treu und steht zu seinen Verheißungen – über alle Generationen hinweg. Für uns bedeutet das: Gottes Gegenwart ist kein flüchtiges Ereignis, sondern eine bleibende und verlässliche Zusage, die darin mündet, auf ewig beim Herrn zu sein.
Lob und Dank gegenüber Gott gehören nicht nur in den Gottesdienst – sie haben auch im Alltag ihren festen Platz. Wir loben Gott im Alltag, indem wir seine Gebote ernst nehmen und uns bemühen, nach seinem Evangelium zu leben. Dazu gehört auch, dem Nächsten Gutes zu tun. Dankbarkeit im Alltag fängt damit an, nicht alles für selbstverständlich zu halten. Wer Gott im Alltag lobt und dankt, lebt bewusster und lernt, auch in kleinen Dingen seine Gnade und Nähe zu erkennen. Welch ein Loben und Danken wird die Brautgemeinde erfüllen, wenn sie zum Wiederkommenden Christus entrückt wird, um Gott zu schauen und das Evangelium im Friedensreich allen Nahe zu bringen!
Zwei Wortbeiträge von den Kindern und aus dem Seniorenkreis ergänzten die Predigt im Gottesdienst. Inhaltlich ging es neben der Dankbarkeit einmal für das Natürliche auch um das Bewusstsein und die Verantwortung, Gottes Schöpfung zu bewahren und zum anderen um eine persönliche Glaubenshaltung und Treue zu Gottes Verheißung: Wiederkunft Jesu.
Der Gottesdienst wurde durch Orgel, Gemeindechor und Gemeindegesang musikalisch umrahmt.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle noch zu Flammkuchen, Zwiebelkuchen, Federweißer und Kaffee eingeladen.
© Bezirk Hagen
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