Breckerfeld. Am Mittwoch, 4. Juni 2025, feierte Apostel René Follmann den Abendgottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Breckerfeld. In seiner Begleitung waren Bischof Olaf Koch und Bezirks- und Gemeindevorsteher aus dem Kirchenbezirk Hagen.
Der Gottesdienst mit Apostel Follmann hatte ein besonderes Gepräge. Priester Frank Höller aus der Gemeinde Breckerfeld ging in den kirchlichen Ruhestand und Mariola Groß wurde für die Gemeinde Breckerfeld zur Diakonin ordiniert.
Inruhesetzung Priester Frank Höller
Apostel Follmann dankte in seiner Ansprache Priester Höller für seine 40-jährige Tätigkeit als Amtsträger. 21 Jahre als Diakon und 19 Jahre als Priester, davon 5 Jahre als Gemeindevorsteher. Zurückblickend bleibt Freude und Dankbarkeit. Apostel Follmann verwies darauf, dass Priester Höller sich in seiner eigenen, besonderen Art in den Dienst gestellt und viel Segen gebracht hat. Es war ihm ein großes Anliegen, zu verbinden, die Einheit in der Gemeinde zu stärken und authentisch zu bleiben. Er wurde sehr geschätzt.
Ordination Diakonin Mariola Groß
Apostel Follmann bedankte sich bei Mariola Groß für ihre Zusage, als Diakonin in der Gemeinde zu dienen. Jetzt beginnt ein neuer Zeit- und Lebensabschnitt. Natürlich erwartet Gott keine unmöglichen Dinge von einer Amtsträgerin, aber es ist möglich, Vorbild zu sein, die Geschwister zu begleiten, zu tragen und zu trösten. Gott wird dieses Bemühen segnen.
Apostel Follmann legte seiner Predigt ein Bibelwort aus Galater 3, 27+28 zugrunde: "Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. Wenn wir Christus angezogen haben, sind wir eins in ihm".
Apostel Follmann begann seine Predigt mit der Aussage, dass Gott keinen Unterschied zwischen seinen Kindern macht. Er gab jedem von ihnen die Möglichkeit, das ewige Leben zu ererben. Gott hat kein Land, welches er bevorzugt. Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, kann Heil erlangen, unabhängig von Alter, Gesundheit, sozialem Status, Besitz oder Begabung – hier auf Erden und in der jenseitigen Welt. Auch Geistliche, wenn sie bei der Wiederkunft Christi angenommen werden, erhalten das gleiche Erbe wie alle anderen Glaubensgeschwister: Es gibt nichts Größeres als die ewige Gemeinschaft mit Gott.
In der Antike erkannte man den Status einer Person an ihrer Kleidung. Kleidung sagt natürlich auch in unserer Gegenwart etwas aus. Heute soll man aber an unserem Verhalten erkennen, dass wir Christus angehören. Wir halten unser Versprechen gegenüber Gott, dem Bösen zu entsagen und Gott zu gehorchen, indem wir uns an dem Evangelium ausrichten. Das Evangelium Christi ist universell. Wir alle sind dazu aufgerufen, der Lehre Jesu zu folgen – unabhängig unserer Abstammung und Traditionen, unseres Umfelds, unserer Ausbildung, Vergangenheit und Gegenwart.
Das Opfer Jesu Christi gilt für alle. Wir alle haben bei der Heiligen Versiegelung die gleiche Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Wir hören dasselbe Wort und empfangen dasselbe Heilige Abendmahl. Die Heilswirkung dieser himmlischen Gaben steht in engem Zusammenhang mit unserem Glauben und unserer Lebensgestaltung.
Unser Leben ist sehr unterschiedlich. Wir wissen nicht, warum das Unglück von manchen nicht abzulassen scheint, während andere davon verschont bleiben. Aber wir glauben, dass Gott uns alle mit der gleichen Liebe liebt. Und wir vertrauen seiner Gerechtigkeit:
■ Er schenkt jedem die Kräfte, die er zur Erlangung des Heils benötigt.
■ Er berücksichtigt unsere persönliche Situation, um unsere Schuld zu ermessen.
■ Er fordert mehr von dem, der mehr empfangen hat.
Jesus möchte, dass sein Volk eins ist. Er fordert uns nicht auf, unsere Individualität aufzugeben, um uns einander gleich zu machen. Einheit in Christus besteht darin, dem, was uns mit ihm verbindet, mehr Bedeutung beizumessen als dem, was uns voneinander trennt. Lasst uns den anderen so annehmen, wie Christus uns annimmt. Wir alle haben die gleiche Aufgabe: zu beweisen, dass es möglich ist, Christus in unserer Situation nachzufolgen.
Bischof Koch bereitete die Gemeinde in seinem Predigtbeitrag auf das Heilige Abendmahl vor. Er wies auf die verschiedenen Bedeutungen hin. Heiliges Abendmahl ist Liebesmahl, Gedächtnismahl, Bekenntnismahl, Gemeinschaftsmahl und schaut in die Zukunft. Er fügte zwei Bedeutungen zusammen: Bekenntnis zur Gemeinschaft. Das fordert eine Einstellung, in der man dem anderen vergibt, die Fehler nicht anrechnet, ihn annimmt, wie er ist.
Der Gottesdienst wurde musikalisch durch Gemeindegesang, Chor und Orgel umrahmt.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu Sekt und Snacks eingeladen.
© Bezirk Hagen
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