Breckerfeld. Am Sonntag, 1. Juni 2025, feierte die Neuapostolische Kirche Breckerfeld den Gemeindesonntag Juni 2025 mit einem besonderen Gepräge.
Priester Frank Höller hielt seinen letzten Gottesdienst und legte der Predigt ein Bibelwort aus Apostelgeschichte 1, 13a-14 zugrunde: "Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten. […] Diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern".
Priester Höller begann seine Predigt mit dem Hinweis, dass die Jünger nicht bestürzt reagierten, als Jesus von ihnen schied und gen Himmel fuhr, sondern mit Freude erfüllt waren. Anstatt getrennte Wege zu gehen, beschlossen sie, zusammen zu bleiben und nach Jerusalem zurückzukehren, um die verheißene Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen. Neben den Jüngern warteten auch einige Frauen und die Brüder Jesu darauf. Sie alle hofften, dass die Kraft des Heiligen Geistes auf sie kommen würde, damit sie das Evangelium weitertragen und Jesus, den Erlöser der Welt, vor allen bekennen könnten.
Priester Höller wies sehr deutlich darauf hin, dass wir in der vorpfingstlichen Zeit die gleiche Freude und Erwartung auf das Wirken des Heiligen Geistes haben wollen wie die Menschen damals. Wir können von ihnen lernen. Um die Nähe und Kraft Gottes, des Heiligen Geistes, zu erfahren, gehen wir immer wieder dorthin, wo wir Gottes Stimme vernehmen und sein Wirken erleben. Wir bleiben in der Gemeinschaft mit den Aposteln und den Glaubenden, die die Gabe des Geistes empfangen haben.
Wie die Jünger kommen auch wir aus unterschiedlichen Verhältnissen und haben unterschiedliche Ausgangspunkte für unseren Glaubensweg, aber wenn wir uns auf Jesus und seine Lehre konzentrieren, ist die Einmütigkeit für uns wichtiger als die Unterschiede. Wir versammeln uns im Gebet mit der Gemeinde, so werden wir gestärkt, treu zu bleiben und gemeinsam den Weg der Nachfolge Jesu zu gehen.
Die Jünger und alle, die bei ihnen waren, versammelten sich im Obergemach eines Hauses, um sich abzusondern und auf das Wirken Gottes vorzubereiten. Auch wir müssen uns heiligen, damit wir die Nähe Gottes erfahren können. Aus dem innigen Gebet des Herrn Jesus, in dem er um das Einssein der Gläubigen bittet, wissen wir, wie wichtig ihm die Einheit der Gläubigen ist. Wir wollen auch darum beten, dass wir durch die Kraft des Heiligen Geistes Frieden und Einssein unter einander haben, während wir auf die Erfüllung seiner Verheißung warten.
In der Mitte seiner Predigt traf sich Priester Höller mit den Kindern der Gemeinde vor dem Altar. Er machte mit ihnen ein Experiment mit Holzstäben. Kann man die einzelnen Stäbe brechen? Ja, man kann. Wenn man aber die Stäbe bündelt, ist es fast unmöglich. Er erklärte den Kindern, dass das Bündel an Stäben eine Gemeinschaft symbolisiert, die zueinander steht und zusammen hält. Dann ist man geschützt, kann im geistlichen Sinn den Glauben behalten und Jesus und seinen Aposteln nachfolgen.
Der Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Volker Lange, unterstrich in seinem Predigtbeitrag auch noch einmal die Bedeutung von Einmütigkeit, Einssein und Gemeinschaft. Er attestierte Priester Frank Höller, dass diesem genau das in seiner langjährigen Amtstätigkeit immer wichtig war: das Einssein in der Gemeinde. Daran hat er gearbeitet und viel, viel Gutes bewirken können.
Der Gottesdienst wurde musikalisch durch Gemeindegesang, Chor und Orgel umrahmt.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
© Bezirk Hagen
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