Boele. Der Sonntagsgottesdienst am 1. Juni 2025 hatte in der neuapostolischen Gemeinde Hagen-Boele ein besonderes Gepräge: die Gemeinde feierte den Gottesdienst und die Taufe von Henry Welsch.
Die Predigt im Gottesdienst stand unter einem Bibelwort aus der Apostelgeschichte des Lukas: "Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten; diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern." (Apostelgeschichte 1, Verse 13a und 14)
Im Vers 13b werden die Namen von elf Jüngern Jesu aufgezählt, die dort ebenfalls versammelt waren und alle unterschiedliche Charaktere hatten. Von ihnen könne man viel lernen, so Evangelist Detlef Flügge, Leiter der Gemeinde. Er verglich diese elf Menschen mit einer Fußball-Elf, die auch aus Spielerinnen oder Spielern mit unterschiedlichen Veranlagungen und Stärken zusammengesetzt ist. Die Vielfalt wird dann zu einer Stärke, wenn die Mannschaft ein gemeinsames Ziel hat: Wir wollen gewinnen. "Wenn jeder an seinem Platz sein Bestes gibt, die Mitspieler unterstützt, dem besser positionierten den Ball zuspielt oder dem, der gerade vom Gegenspieler besonders attackiert wird, zu Hilfe eilt, kann man gewinnen." Die Stärke der Mannschaft ist, nicht auf die Schwächen zu sehen, nicht egoistisch zu sein, sondern einmütig alles in die Waagschale zu werfen, was dem gemeinsamen Ziel, zu siegen, hilft.
So soll auch eine Gemeinde sein. Wenn man sich einig ist, dass eine Gemeinde Strahlkraft haben soll, dass sie ein Raum sein soll, in dem Glaubensstärkung, Zuwendung und Liebe erfahrbar werden, dann kann man trotz aller Unterschiede einmütig sein: Einmütig in der gegenseitigen Unterstützung, im Zusammensein im Gottesdienst, in der Fürbitte füreinander und im Beten miteinander um die Wiederkunft Jesu Christi. "Jeder kann das in seinem Umfeld ausstrahlen", so der Evangelist, "denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist." Somit haben wir alles dabei, um einmütig zu sein und das Licht des Evangeliums in unserem Umfeld leuchten zu lassen, schloss Evangelist Flügge seine Predigt. "Trau dich einfach, es zu tun!"
Diakonin Elke Jakob wandte sich anschließend mit einem Predigtbeitrag an die Gemeinde.
Der Leitgedanke aus dem Gottesdienst fand sich auch in der Ansprache zur Heiligen Wassertaufe wieder. Die Eltern und die große Schwester hatten sich vor dem Altar eingefunden und Evangelist Flügge zeigte anhand der Vornamen der Familie und deren Bedeutung die Unterschiedlichkeiten auf. Von rein, über mannhaft und tapfer, dem höchsten Gott geweiht, von Gott erhöht bis hin zu Herrscher oder Herr im Haus wurden unterschiedliche Facetten sichtbar. Auch der kleine Bruder Jeremy, der schon kurz nach seiner Geburt in die Ewigkeit ziehen musste, wurde mit einbezogen. "Es geht darum, auch in einer Familie zu erkennen, welche unterschiedliche Stärken und Bedürfnisse jeder hat", so Evangelist Flügge, "um in der Familie einmütig sein zu können."
Als Taufspruch diente der letzte Vers aus dem Matthäusevangelium: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 20b) Der Evangelist bezog dieses Bibelwort zunächst auf Henry. "Jesus Christus sagt dir zu, dass er alle Tage bei dir sein wird", und bezog anschließend die ganze Familie in dieses Jesuwort ein. "Jesus Christus verspricht uns nicht, dass wir vor allem Leid verschont werden, aber er verspricht uns, jederzeit bei uns zu sein." Bis ans Ende der Welt zeige auf, dass Jesus Christus bei uns ist, bis Gott uns in seine neue Welt holt, die in der Offenbarung des Johannes beschrieben ist. "Dann ist er nicht nur immer bei uns, sondern wir sind dann in vollkommener Weise auch für immer bei ihm."
Evangelist Flügge sprach die Eltern darauf an, dass sie vor der Sakramentsspendung um das Jawort dazu gebeten würden, Henry im neuapostolischen Glauben zu erziehen. "Erziehung ist vor allem Beziehungsgestaltung", so der Evangelist. Das bedeute, dass die Eltern dem kleinen Henry mit Gottes Hilfe die Beziehung zu Jesus Christus vorleben, dass sie diese Beziehung zu Jesus Christus fördern und dafür Sorge tragen, dass Henry Jesus als guten Hirten kennenlernen kann.
Nachdem die Eltern vor der Gemeinde bejaht hatten, dies mit Gottes Hilfe tun zu wollen, spendete der Evangelist Henry das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und den Taufsegen.
Der Gottesdienst wurde mit Musik und Gesang feierlich umrahmt.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Anwesenden Gelegenheit, persönliche Glück- und Segenswünsche auszusprechen und bei Kaffee und Kuchen noch zu Gesprächen zu verweilen.
© Bezirk Hagen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.