Lüdenscheid. Am Sonntag, dem 18. Mai 2025, erlebte die Neuapostolische Kirche Lüdenscheid einen besonderen Gottesdienst: Die Konfirmandinnen Annika Ernhardt und Sophia Era bekannten sich in einem feierlichen Rahmen bewusst zu ihrem Glauben und traten als mündige Christinnen in die Eigenverantwortung ihres Glaubenslebens.
Priester Lars Kunkowski, stellvertretender Gemeindeleiter, feierte diesen Gottesdienst mit einer großen Festgemeinde: neben Gemeindemitgliedern hatten sich auch zahlreiche Freunde und Angehörige der beiden Jugendlichen im Kirchengebäude Am Ramsberg 7 eingefunden.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Philipper 2, Vers 4 zugrunde: "Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient." In seiner Predigt ging Priester Kunkowski auf die Bedeutung dieses Wortes für den Alltag der Konfirmandinnen ein. Dabei schlug er die Brücke zum feierlichen Konfirmationsgelübde, das auf eine alte Taufliturgie aus dem dritten Jahrhundert zurückgeht: "Ich entsage dem Teufel und all seinem Werk und Wesen und übergebe mich dir, o dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, im Glauben, Gehorsam und ernstlichen Vorsatz: Dir treu zu sein bis an mein Ende. Amen." Der Priester betonte, dass mit dem ernsthaften Vorsatz, sich an Jesus auszurichten, immer auch göttliche Gnade verbunden sei. Gleichzeitig ermutigte er die Konfirmandinnen und die ganze Gemeinde, sich immer wieder in und durch die Gemeinschaft stärken zu lassen.
Evangelist Damian Pechta, Gemeindeleiter, richtete im Predigtbeitrag einige persönliche Worte an die Eltern der Konfirmandinnen. Er dankte ihnen für die jahrelange Begleitung, Unterstützung und Liebe, mit der sie unabhängig von eigenen Bedürfnissen Wege freigemacht hätten.
Priester Frank Rommeiß, der Sophia und Annika auf diesen besonderen Tag vorbereitet hatte, hob in seinem Predigtbeitrag das Erleben von Gemeinschaft hervor, aus der Freude erwachse und die somit ein tragender Faktor für ein lebendiges Glaubensleben sei.
Einen besonderen Augenblick stellte der Beitrag von Franziska Ernhardt dar, der Schwester von Annika, die einen Brief von Stammapostel Jean-Luc Schneider, Leiter der Neuapostolischen Kirche, an Sophia und Annika vorlas. Danach legten die beiden Konfirmandinnen ihr Gelübde ab und empfingen unter Handauflegung den Konfirmationssegen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor sowie Orgelmusik begleitet. Die musikalischen Beiträge verliehen der Feier einen würdigen Rahmen und unterstrichen die besondere Atmosphäre des Tages. Ein Flyer mit Kinderfotos brachte ein wenig Persönliches über Sophia und Annika zutage: Sophia, die seit ihrem sechsten Lebensjahr Violine spielt und damit immer wieder zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste beiträgt, liebt besonders die Tomatensuppe ihrer Mutter. Annika hingegen ist ein echter Familienmensch, hilft gerne beim Holzhacken und ist leidenschaftliche Pferdeliebhaberin.
Im Anschluss an den Gottesdienst luden die Familien Era und Ernhardt die Anwesenden zu einem Umtrunk mit Häppchen ein, sodass die Konfirmandinnen sich nach der Aufregung des offiziellen Teils feiern lassen konnten.
© Bezirk Hagen
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