Breckerfeld. Am Sonntag, 04. Mai 2025, feierte die Neuapostolische Kirche Breckerfeld den Gemeindesonntag Mai 2025.
Priester Frank Höller führte durch den Gottesdienst und legte der Predigt ein Bibelwort aus Lukas 24, 15+16 zugrunde: „Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten“.
Priester Höller begann den Gottesdienst mit dem Bericht über den Gang von zwei Jüngern nach Emmaus. Ihnen begegnet ein Fremder, dem sie Auskunft geben über Jesus, seine Predigt, seinen Tod am Kreuz, doch auch über die Botschaft von seiner Auferstehung, die von Frauen, die früh bei seinem Grab waren, verbreitet wurde. An dieser Stelle übernimmt der Fremde, der der auferstandene Jesus ist, die Führung im Gespräch und erklärt den Jüngern, dass das Geschick Jesu in den heiligen Schriften vorausgesagt wurde (Lukas 24,27). Der Auferstandene wird von den beiden Männern zum Essen ein geladen. Als er beim Abendessen das Brot bricht, da „wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn [Jesus]“ (Lukas 24,31). Das Brot brechen gehört zu Jesus, er hat dies während seiner Lebenszeit immer wieder getan. Bei dieser wichtigen Handlung – die natürlich nicht nur auf die Speisungswunder, sondern auch auf das Heilige Abendmahl verweist – wird ihnen klar, dass der auferstandene Jesus bei ihnen ist.
Die Geschichte der Emmausjünger macht Folgendes deutlich:
■ Der Bibeltext thematisiert die Spannung zwischen der göttlichen Gegenwart und menschlicher Unkenntnis. Es wird klar, dass die Auferstehung Jesu kein Ereignis ist, das einfach „gesehen“ werden kann, sondern dass mit der Erkenntnis, dass Jesus auferstanden ist, immer ein Glaubensakt verbunden ist.
■ Der irdische Jesus ist nun nicht mehr bei seinen Jüngern. Die Jünger werden nun mit dem auferstandenen Herrn konfrontiert.
■ Es wird aber auch die Kontinuität, der unauflösliche Zusammenhang zwischen dem irdischen und dem auferstandenen verherrlichten Jesus betont.
Für uns heute bedeutet das, dass Christen aufgefordert sind, die Auferstehung nicht nur als ein vergangenes Ereignis zu betrachten, sondern sie als Voraussetzung für die Gegenwart des Auferstandenen im Hier und Jetzt zu verstehen. Jesu Gegenwart erleben wir
■ in seinem Wort, das ewige Gültigkeit hat.
■ in seiner Begleitung durch den Heiligen Geist in unserem Alltag.
■ in den Gottesdiensten. Durch den Heiligen Geist schenkt er uns seine Gnade, seinen Trost und seine Liebe. Er lädt uns an seinen Tisch ein und bietet uns Brot des Himmels an. Im Heiligen Abendmahl erfahren wir, dass der auferstandene Jesus mit uns ist.
Der Gottesdienst wurde musikalisch durch Gemeindegesang, Chor und Orgel umrahmt.
Nach dem Gottesdienst waren alle zum Leberkäseessen eingeladen.
Gemeindesonntag ist immer der 1. Sonntag im Monat und unterscheidet sich inhaltlich etwas von den anderen Sonntagen im laufenden Monat. Einmal sind alle Gemeindemitglieder eingeladen, das sind die Kinder, die Jugendlichen und Erwachsenen, zum anderen werden besondere, themenbezogene Aktionen (Lesungen, Musikbeiträge, Präsentationen) zusätzlich zum normalen Gottesdienstablauf durchgeführt und oder nach dem Gottesdienst ein „come together“ angeboten (Gemeinsames Essen, Kaffee, Kuchen, Gespräche).
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