Hagen-Wehringhausen. 40 Jahre nach ihrer Hochzeit durften Amelia und Volker Dürholz am 16. März 2025 das insgesamt dritte Mal göttlichen Segen für ihren Ehebund empfangen.
Den Gottesdienst feierte Priester Frank Metz, stellvertretender Leiter der Gemeinde, und spendete beiden auch den Segen zur Rubinhochzeit. Er predigte über das Bibelwort aus Jakobus 5, 11: "Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr geführt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer."
Priester Metz führte aus, dass der vorgelesene Vers 11 in der Bibel überschrieben ist mit den Worten “Mahnung zur Geduld“ und stellte der versammelten Gemeinde die Frage, wer sich selbst für geduldig halte. Allerdings liegt es in der Natur der Menschen, auf Lebenssituationen ungeduldig oder gar ungehalten zu reagieren, sei es im Straßenverkehr oder wenn eine bestellte Paketsendung auf sich warten lässt. Auf den Glauben übertragen fragte Priester Metz die Zuhörer, wie geduldig sie mit Gott seien, wenn dieser nicht sofort auf Fragen und Gebete mit Antworten reagiert. Hier verwies er auf Hiob, welcher von Gott mit viel Reichtum, Familie und gutem Leben gesegnet war, dem aber auch alles wieder genommen wurde und dieser aber trotzdem aus tiefer Überzeugung sagte: "Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, der Name des Herrn sei gelobt." Priester Metz gab der Gemeinde mit, weiterhin geduldig auf das gemeinsame Glaubensziel zu warten: Jesus kommt!
Bezogen auf das Rubinhochzeitspaar stellte Diakon Frank Dürholz in seinem Predigtteil fest, dass es für 40 Jahre Ehe nicht nur die Liebe, sondern auch viel Geduld und Vergebung benötige. Diakon Dürholz sprach die Geduld an, die Eltern ihren Kindern entgegenbringen, aber dass es hier und da auch geschehen kann, wenn Eltern alt werden, dass ihre Kinder dann viel Geduld aufbringen müssen; dass dies in beiden Fällen jedoch von der Liebe zueinander getragen wird.
Zum feierlichen Teil der Rubinhochzeit bat Priester Metz das Ehepaar Dürholz vor den Altar mit den Worten: ZUSAMMEN schaffen wir das! Zur Einstimmung sang der Chor das Wunschlied: "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet!" (nach Psalm 91, 1-2 und 10-11)
Priester Metz gab einen kurzen humorvollen Einblick auf das Kennenlernen des Paares im Jahr 1980 und einen kleinen Rückblick auf die Einwanderung von Amelia mit ihren Eltern aus Portugal mit den verbundenen Schwierigkeiten der fremden Sprache und Kultur, aber dass sie hier ihre Heimat gefunden hat: ZUSAMMEN mit ihrem Volker. Auch im Laufe der Ehe dieser beiden gab es nicht nur schöne Momente, sondern auch Schicksalsschläge, die es zu meistern galt. Als besonderes Bibelwort gab Priester Metz beiden einige Verse aus dem 91. Psalm, dem Wunschlied der beiden, mit auf den weiteren Lebensweg und verwies auf Nutzen und Vorzüge eines Schirms: Schutz vor Regen, Sonne, Hagel. So schützt Gott mit seinem Schirm vor allen Anfeindungen und als Vorzug kann man seine Liebsten mit unter diesen Schutz Gottes nehmen!
Als ganz besonderes Glück und Segen im Leben von Amelia und Volker nannte Frank Metz ihren Sohn Sebastian sowie die Schwiegertochter Alex und Enkelkind Toni. Sebastian stellte seinen Eltern das wunderschöne Zeugnis aus, dass er stolz darauf sei, ihr Sohn zu sein, dass sie immer für ihn da sind und sie ein wunderbares Verhältnis haben, über das er sehr dankbar ist. Außerdem haben sie ihm vorgelebt, was Familie bedeutet und dass man auch nach 40 gemeinsamen Jahren gerne jede Minute mit dem Anderen verbringt!
Nach dem Segensgebet hatte die Gemeinde im Anschluss an den Gottesdienst die Gelegenheit, dem glücklichen Rubinpaar zu gratulieren und noch einige schöne Augenblicke bei Kaffee und Kuchen zu verbringen.
© Bezirk Hagen
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