Breckerfeld. Bischof Olaf Koch, Arnsberg, besuchte am Mittwoch, 12. Februar 2024, die Neuapostolische Kirchengemeinde Breckerfeld und feierte dort den Abendgottesdienst.
Bischof Koch legte der Predigt ein Bibelwort aus 1.Petrus 5, 7 zugrunde: "Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch".
Bischof Koch begann die Predigt mit einem Statement zum Vortrag des Gemeindechores. In dem Chorlied: „Der Heiland sorgt für dich“ lautet eine Passage: "… zärtlich behütet er alles was sein …" Wenn man etwas behüten will gibt es unterschiedliche Ansätze und Durchführungen. Hier wird Jesus als zärtlicher Behüter beschrieben. Das ist eine ganz persönliche Nähe. Das soll jeder erfahren, Jesus passt nicht nur auf dich auf sondern er liebt dich von ganzem Herzen, deshalb behütet er dich zärtlich.
Bischof Koch führte weiter aus, dass die frühe christliche Kirche viele Schwierigkeiten erleben musste, darunter Verfolgung durch den Staat und andere gesellschaftliche Gruppen. Der erste Petrusbrief fordert die Gläubigen auf, ihre Sorgen auf den Herrn zu werfen, und betont, dass Gott sich um sie kümmern werde. Sorgen und Nöte gehören zum menschlichen Dasein. Diese Tatsache erzeugt Angst. Für manche kann dies so lähmend sein, dass sie nicht mehr weitermachen können und alle Hoffnung verlieren. Unsere Sorgen und Nöte drehen sich im Allgemeinen um unser natürliches Leben, unsere Familie, unsere Gesundheit oder unsere berufliche Karriere. Wir sind jedoch dafür verantwortlich, alles zu tun, was wir können, um gegen diese Sorgen anzugehen. Jesus forderte seine Jünger auf, sich ganz auf Gott zu verlassen, der für uns sorgen wird und der uns helfen wird, „zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“ zu trachten.
Christen sind in manchen Teilen der Welt Feindseligkeiten und Ablehnung ausgesetzt und können ihren Glauben nicht frei ausüben. Wir erleben in einigen unserer Gemeinden auch einen schwindenden Glauben, Zwietracht, einen Mangel an christlichen Werten und eine gewisse Inaktivität. Das alles ist beunruhigend und gibt Anlass zur Sorge. Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen wir konfrontiert sind, sollten wir nicht verzweifeln, sondern alles in die Hand Gottes legen.
Mit Blick auf den Tag des Herrn rückt eine andere Sorge ins Blickfeld: Ist es uns noch eine Sorge, am Tag des Herrn von ihm angenommen zu werden?
Bischof Koch warb darum, mehr Gottvertrauen einzusetzen, denn dieses Vertrauen entspringt der Überzeugung, dass Gott Liebe ist, dass er allmächtig, vollkommen, allwissend und allgegenwärtig. Er wird für uns sorgen. Für ihn ist nichts unmöglich. Auf Gott können wir vertrauen! Er wird vollenden, was er begonnen hat. Er will uns ewige Gemeinschaft mit sich schenken. Wir verdanken alles der Gnade Gottes und bleiben dankbar.
Wir stellen auch keine Forderungen an Gott. Und nur, weil wir ihn um etwas bitten, bedeutet das nicht, dass er jedes Gebet so beantworten wird, wie wir es erwarten. Wir wollen uns demütigen vor Gott und uns unserer völligen Abhängigkeit von ihm bewusst sein. Die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen sind uns nicht gleichgültig; im Gegenteil, wir versuchen, auch in materieller Hinsicht dem Nächsten beizustehen. Unsere Fürbitten für sie werden auch uns zum Segen dienen. Wir beten im Namen Jesu Christi, in seinem Sinn und in seinem Geist.
Gemeindevorsteher Bezirksevangelist Volker Lange machte in seinem Predigtbeitrag deutlich, dass der Umgang untereinander in unserer momentanen Zeit alles andere als zärtlich ist. Wir wollen aber unser Vertrauen in Gottes Hilfe und Handeln nicht aufgeben. Er wird sich um unsere Sorgen kümmern und uns zärtlich behüten.
Musikalisch wurde der Gottesdienst mit Orgelspiel, Gemeinde- und Chorgesang umrahmt.
© Bezirk Hagen
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