Hagen-Haspe. Am 6. Oktober 2024 feierten die Christen in der neuapostolischen Gemeinde Hagen-Haspe – wie viele andere Christen auch – das Erntedankfest.
Als Bibelwort für den Erntedankgottesdienst diente ein Vers aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 8: "Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." Dort wird vom Ende der Sintflut berichtet. Noah verlässt mit seiner Familie die Arche und baut einen Altar, um Gott zu opfern. Gott nimmt das Opfer gnädig an und beschließt, den Bestand der Erde zu garantieren und der Natur eine verlässliche Ordnung zu geben, die wir beispielsweise im Wechsel der Jahreszeiten und der Tageszeiten erkennen können.
In seiner Predigt machte der Vorsteher der Gemeinde, Priester Dirk Schmadel deutlich: "Die Geschichte der Sintflut zeigt uns, dass die Sünde zum Tod führt." Er sagte: "Gott rettet jene, die an sein Wort glauben und danach handeln. Er begleitet seine Schöpfung und lässt den Menschen in seiner Bedürftigkeit nicht allein." Dann wies er auf unsere Dankbarkeit hin: "Wir bekunden Gott unsere Dankbarkeit, indem wir ihm Opfergaben bringen und uns verantwortungsvoll gegenüber der Schöpfung verhalten."
Priester Funke stellte in seinem Predigtbeitrag die Frage, ob wir uns der Fürsorge Gottes immer bewusst sind: "Vielleicht geht es uns manchmal zu gut und wir nehmen vieles als selbstverständlich hin. Ist es nicht göttliche Fürsorge, dass er in uns das Bedürfnis weckt, in sein Haus zu kommen und sein Wort zu hören?"
Der Erntedankgottesdienst war für die Gemeinde auch Grund dankbar zu sein, in einem Land leben zu dürfen, in dem wir satt zu essen haben und keiner hungern muss. Wir haben ein Dach über dem Kopf und leben in Frieden und Sicherheit. Das ist längst nicht bei allen Menschen der Fall. Gerade in der jetzigen Zeit müssen viele Menschen in anderen Teilen der Erde Unfrieden und Krieg erleben, haben keine Zuhause mehr und es mangelt ihnen an Essen und Trinken. Die Gemeinde betete zu Gott, er möge die Herzen der Verantwortlichen lenken, damit alle Menschen in Frieden leben können.
Nach dem Gottesdienst traf sich die Gemeinde noch zu einem kleinen Brunch, der bei Kaffee, Kuchen und herzhaften Speisen zu manchem freudigen Gedankenaustausch anregte.
Die als Dankopfer am Altar niedergelegten Gaben wurden am Folgetag der Suppenküche Hagen e.V. übergeben. Die Leitung der Suppenküche dankt herzlich für die von der Gemeinde übergebenen Lebensmittelspenden.
© Bezirk Hagen
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