Breckerfeld. Am Sonntag, den 22. September 2024, erlebte die Neuapostolische Kirchengemeinde Breckerfeld einen Gottesdienst mit Heiliger Wassertaufe.
Priester Stefan Groß taufte Sila Isabelle Klemm. Eingeleitet wurde die Handlung durch Gemeindegesang des Gesangbuchliedes 281, Vers 1: „Liebster Jesu, hier sind wir, deinem Worte nachzuleben. Dieses Kindlein kommt zu dir, weil du das Gebot gegeben, dass man Kindlein zu dir führe, denn das Himmelreich ist ihre“. Priester Groß ging in seiner Ansprache unter anderem darauf ein, dass eine Mutter ihr Neugeborenes mit allem versorgt, was es braucht. Warum? Weil sie ihr Kind liebt. Gott liebt alle Menschen und auch Sila Isabelle, mit der er in der Heiligen Taufe einen ewigen Bund schließen möchte. Damit bekommt Sila Isabelle schon ein Stück göttliches Leben und die Zusage, dass Gott immer mit ihr ist und sie durch das ganze Leben begleitet. Das Segenswort, das Priester Groß Sila Isabelle, ihrer Mutter und der Patin - Sila Isabelles Tante - aus Psalm 89, Vers 34 und 35 mitgab, drückt das besonders aus: „ … aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Treue nicht brechen. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist“.,
Als Predigtgrundlage für den Gottesdienst diente ein Textwort aus Josua 24, 15b: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“.
Priester Groß begann den Gottesdienst mit der Aussage, dass Josua dem Herrn diente, weil er an die göttliche Verheißung glaubte, dass er berufen war, das Volk Israel in das gelobte Land zu führen. Er vertraute auf Gottes Hilfe und führte das Volk schließlich in das verheißene Land. Am Ende seines Lebens rief er das Volk zusammen, um es daran zu erinnern, dass Gott sein Versprechen gehalten hatte. Aus Dankbarkeit für alles, was Gott für das Volk getan hatte, gelobte er, weiterhin mit seinem ganzen Haus dem Herrn zu dienen.
Wir glauben an die Verheißungen, die der Herr uns gegeben hat, und wir sind ihm dankbar für das, was er bereits für uns getan hat. Es wird manchmal gesagt, dass der christliche Glaube auf dem „bereits“ und dem „noch nicht“ beruht. Jesus hat das Reich Gottes gepredigt. In ihm ist es unter den Menschen bis heute erfahrbar geworden und wird in der ewigen Gemeinschaft Gottes mit den Menschen zur Vollendung kommen. Wir glauben an Gottes Verheißung, uns in sein Reich zu führen, wo wir mit Christus dienen und regieren sollen. Deshalb wollen wir ihm schon heute dienen.
Wir dienen Gott, indem wir ihn anbeten und ihm Dank opfern. Wir unterstellen uns, wie Maria, dem göttlichen Willen (Lukas 1,38). Wie sie wollen wir auch etwas zum Erlösungswerk beitragen und helfen unserem Nächsten dabei, den Weg des Heils zu finden und zu gehen. Wir möchten, dass er auch durch uns die Liebe wahrnimmt, die Gott ihm entgegenbringt. Wie Josua möchten wir, dass auch „unser Haus“, also diejenigen, die zu uns gehören, dem Herrn dient. Wir haben weder das Recht noch die Macht, die uns Anvertrauten zum Dienst für Gott zu zwingen. Alles, was wir tun können, ist, in ihnen das Bedürfnis zu wecken, unserem Beispiel zu folgen. Dies kann aber nur geschehen, wenn wir rechtschaffen und treu sind (Josua 24,14).
Zum Dienst an Gott gehört Wahrhaftigkeit. Unsere Dankbarkeit ist nur wahrhaftig, wenn sie aus unserer Demut hervorgeht. Wir wissen, dass wir Gott alles verdanken und dass wir ohne ihn nichts tun können. Unsere Liebe zu Gott ist wahrhaftig, wenn sie unabhängig ist von dem, was in der Welt geschieht. Sie ist auch nicht abhängig vom Verhalten unserer Mitmenschen oder von unserer eigenen Situation. Unsere Nächstenliebe ist aufrichtig, wenn wir uns wünschen, dass jeder Mensch auch das erlangen kann, was uns verheißen ist, nämlich in das Reich Gottes einzugehen und ewige Gemeinschaft mit Gott zu haben.
Priester Olaf Ruzdzinski-Höller unterstrich in seinem Predigtbeitrag noch einmal das wahrhaftige Dienen, dass aus dem Herzen kommen und dem Nächsten zugutekommen soll.
Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Gemeinde, Chor und Orgel umrahmt.
Nach dem Abschluss des Gottesdienstes nahmen Sila Isabelle, ihre Mutter und die Tante die Glück- und Segenswünsche der Familie und der Gemeinde entgegen. Danach waren alle noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
© Bezirk Hagen
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