Lüdenscheid. Am Abend des 18. September 2024 feierte Apostel René Follmann, begleitet von Bischof Olaf Koch, den Gottesdienst in der Gemeinde Lüdenscheid. Er spendete dabei das Sakrament der Heiligen Versiegelung und verabschiedete Priester Reinhard Pechta in den Ruhestand.
Anlässlich des bevorstehenden Weltfriedenstags am 21. September legte Apostel Follmann dem Gottesdienst ein Textwort aus Psalm 122, Vers 8 zugrunde: "Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen." Menschen machen sich das Leben oft selbst schwer, begann Apostel Follmann seine Predigt. Dagegen bedeute Christ zu sein, Frieden zu stiften.
In seinem letzten Predigtbeitrag wünschte Priester Reinhard Pechta allen Anwesenden die Überzeugung sich an einem guten Ort zu befinden und damit einhergehendes Glück zu spüren.
Einen besonderen Augenblick erlebte die anwesende Festgemeinde als Sina und Simon Hemel aus der Gemeinde Kierspe mit ihrer Tochter Mia-Sophie vor den Altar traten. Nachdem Apostel Follmann einige persönliche Worte an die Familie gerichtet hatte bekannten Simon Hemel sowie stellvertretend für Mia-Sophie beide Eltern mit ihrem "Ja" ihren Gauben. Hiernach spendete der Apostel Vater Simon und Tochter Mia-Sophie das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls versetzte Apostel Follmann Piester Reinhard Pechta nach nunmehr 42-jähriger Amtszeit in den wohlverdienten Ruhestand. Über 39 Jahre war Priester Pechta tätig, zunächst in Polen von wo aus die Familie in den 90-er Jahren nach Deutschland migrierte. Apostel Follmann vergegenwärtigte den Anwesenden, wie sich die Amtstätigkeit damals gestaltete: So wurden beispielsweise die Leitgedanken für die Gottesdienste und die Bibelworte in deutscher Sprache übermittelt, sodass Übersetzerinnen und Übersetzer die Priester unterstützen mussten. Fehlten diese bezog Priester Pechta sich auf seine Grundlagen und betete zu Gott um ein Bibelwort, führte Apostel Follmann aus. "Du warst immer wieder ein Macher im Vertrauen zu Gott, der seinen Auftrag mit ganzem Herzen ausfüllte", so der Apostel. Zudem übernahm Priester Pechta zahlreiche Aufgaben, auch über seinen Amtsauftrag hinaus, indem er sich beispielsweise um die Pflege des Kirchengrundstücks kümmerte. Weiterhin wird sich der Priester auch zukünftig erkrankter Gemeindemitglieder annehmen und sie seelsorgerisch betreuen. Bevor der Apostel Priester Pechta offiziell verabschiedete stellte er eine prägnante Überzeugung des Priesters in den Mittelpunkt: Am Ende muss man es glauben.
Im Anschluss an diesen besonderen Gottesdienst überreichte Evangelist Damian Pechta seinem Vater Reinhard einen großen Blumenstrauß als Wertschätzung, den Priester Pechta direkt an seine Ehefrau Hildegard weiterreichte, verbunden mit einem Dank für ihre Unterstützung. Aus dem Ämterkreis überreichte Priester Martin Eike stellvertretend ein Geschenk und rückte noch einmal die Tatkraft im Dienste Gottes in den Vordergrund.
Natürlich ließ es sich die Festgemeinde nicht nehmen zu guter Letzt auch persönliche Worte und Glückwünsche zu überbringen.
© Bezirk Hagen
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