Breckerfeld. Am Sonntag, 25. August 2024, bekamen Mariola und Stefan Groß im Rahmen des Gottesdienstes den Segen zur Silberhochzeit.
Priester Frank Höller führte den Gottesdienst und die Segenshandlung durch. In seiner Ansprache ging er auf den ersten Teil des 4. Vers des Eingangsliedes 171 aus dem Neuapostolischen Gesangbuch ein: „Gott ist getreu! Stets hat sein Vaterblick auf seine Kinder acht; er sieht mit Lust auch, wenn ein irdisch Gück sie froh und dankbar macht“. Priester Höller führte weiter aus, dass Gott segnen möchte, auch im Irdischen. Gott möchte aber mehr, und das hätten Mariola und Stefan über Jahre erlebt, auch wenn das Leben nicht immer einfach war. Sie haben ihren Glauben und ihre Hoffnung auf einen liebenden Gott und eine Zukunft mit ihm ohne Leid, Sorgen und Problemen immer behalten und versucht, nach dem Evangelium zu leben. Gott hat seine Hilfe und seinen Segen dazu gegeben. Stefan dient als Priester und Mariola in der Sonntagschule der Gemeinde. Und jetzt wollten sie einen ganz besonderen Segen zum Ehejubiläum. Priester Höller gab ihnen ein Segenswort aus Johannes 2, 5 mit. Bei der Hochzeit zu Kana machte Jesus aus Wasser Wein. Das Segenswort ist aber der Ausspruch der Mutter Jesu, den sie zu den Dienern sagte: „Was er euch sagt, das tut“. Gottes Wort im Gottesdienst, Freisprache, Abendmahl und Segen sind eine gute Grundlage für das alltägliche Leben und die Entscheidung, auch weiterhin nach dem Willen Jesu zu leben.
Priester Höller legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus 2. Korinther 1, 7 zugrunde: “Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil“.
Priester Höller begann seine Predigt mit der Aussage von Paulus, der von Bedrängnis und Not spricht, der er ausgesetzt war. Für die Verkündigung des Evangeliums musste er viele Leiden auf sich nehmen. In 2. Korinther 1,8–10 nimmt er Bezug auf das, was er zu ertragen hatte. Doch Gott ließ ihn gleichzeitig seinen Trost erfahren. Er schenkte ihm Mut und Zuversicht. Paulus wusste also, dass er trotz der Leiden in Gott geborgen war. Gott rettete ihn aus gefährlichen Situationen.
Die Leiden
Das Leiden, von dem Paulus spricht, geschieht nicht aus privaten Gründen. Es meint nicht Krankheiten, persönliche oder familiäre Missgeschicke, unter denen man leidet, vor denen man sich fürchtet und von denen man befreit werden möchte. Das Leiden, von dem Paulus spricht, steht immer in unmittelbarem Bezug zum Glauben an Jesus Christus und der Verkündigung des Evangeliums. Hätte Paulus seinen Glauben nicht verkündigt, hätte er vom Evangelium geschwiegen, dann wäre er auch nicht verfolgt und ins Gefängnis geworfen worden.
Die Gläubigen haben Teil am Leiden
Die Gemeinde der Christusgläubigen hatte in der Antike ebenfalls unter Verfolgung zu leiden. Die meisten blieben trotz der Nachteile, die sie hinnehmen mussten, dem Glauben an Jesus Christus treu. Auch ihnen ist Gottes Trost und Begleitung zugesagt. Wenn wir um des Evangeliums willen leiden, dann betrifft das zunächst einmal die Tatsache, dass nur wenige Menschen bereit sind, in eine ernsthafte Nachfolge Christi zu treten. Wegen des Evangeliums werden Menschen missachtet, geschmäht und verfolgt. Andere erleben nur Gleichgültigkeit, oft scheint die Verkündigung des Evangeliums ins Leere zu laufen. All das kann Leid verursachen.
Die Gläubigen haben Teil am Trost
Dieses Leid sollte uns aber nicht zur Resignation führen oder uns verzweifeln lassen oder zu der Folgerung führen, dass der Einsatz für das Evangelium sinnlos ist. Es sollte uns vielmehr ermuntern, bei der Sache Christi zu bleiben, sie zu vertreten und unser Leben danach auszurichten. Im Leid stehen wir nicht hilflos da, sondern erhalten Trost durch den Heiligen Geist. Denn der Heilige Geist offenbart uns:
■ Gott ist die Liebe. Er liebt alle ohne Ausnahme.
■ Er ist barmherzig. Er kennt unser Leiden und will uns helfen.
■ Seine Erlösung besteht darin, uns in sein Reich zu führen, wo wir ewige Gemeinschaft mit ihm haben werden.
■ Er ist treu. Er erfüllt alles, was er sagt.
■ Er ist allmächtig. Niemand kann ihn daran hindern, seine Verheißungen zu erfüllen.
Priester Höller beendete seine Predigt mit der Aufmunterung, Trost aus der Tatsache zu nehmen, dass Gott die Liebe ist. Gott hat die Dinge im Griff. Er ist der Herr der Geschichte und wird seinen Erlösungsplan erfüllen, dessen Ziel die neue Schöpfung ist.
Priester Rudzinski-Höller ging in seiner Predigtzugabe unter anderem darauf ein, dass es ein Trost ist, Teil einer liebenden Gemeinde zu sein. Einer ist für den anderen da, Wertschätzung, Freundlichkeit und Freude haben oberste Priorität.
Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Gemeindechor, Männerchor und Orgel umrahmt.
Nach dem Gottesdienst gab es ausreichend Gelegenheit zu gratulieren und anschließend beim come together sich bei Sekt, Kaffee und Leckereien auszutauschen.
© Bezirk Hagen
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