Boele. Mit großer Freude erwarteten die neuapostolischen Christen der Gemeinde Boele den Gottesdienst am Sonntag, 9. Juni 2024, hatte sich doch Apostel Follmann angesagt, um den Gottesdienst mit der Gemeinde zu feiern, das Sakrament der Heiligen Versiegelung zu spenden und Diakon Ralf Adam, Boele, in den wohlverdienten Ruhestand zu versetzen.
Große Freude entstand auch dadurch, dass der Apostel alle Diakoninnen seines Arbeitsbereichs zum Gottesdienst und einem anschließenden Gedankenaustausch eingeladen hatte. So hatte sich eine sehr große Anzahl von Gläubige in der Kirche versammelt.
Heilige Versiegelung
"Liebe Eltern, lieber Maxim", begrüßte der Apostel Kind und Eltern am Altar. "Heute soll die Taufe von Maxim vollendet werden und die Geistestaufe erfolgen." Apostel Follmann sprach davon, dass Maxim ein Geschenk Gottes ist über das sich die Eltern freuen. Und als Eltern liebt man dieses Geschenk und ist bemüht, es zu behüten und alles Böse von ihm fernzuhalten. "Gott sagt heute zu Maxim: Du bist mein." Gott schenkt ihm Errettung und Bewahrung zum ewigen Leben. "Das hat ewig Bestand und das kann niemand von ihm nehmen." Anschließend spendete der Apostel unter Handauflegung und Gebet das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Ruhesetzung
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls bat Apostel Follmann den Diakon Ralf Adam an den Altar. Vorbereitend sang der Chor zwei Strophen aus dessen Lieblingslied "Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt" (GB 295). "Als der Chor dein Lied gesungen hat, hast du Danke gesagt", wandte sich der Apostel an Diakon Adam. "Wir möchten uns bei dir bedanken, dass du deinen Dienst als Diakon mit dem Herzen ausgefüllt hast." Der Apostel gab der Freude der Gemeinde Ausdruck, dass Diakon Adam auch als Ruheständler weiter in der Gemeinde bleibt.
Seine Vorangänger in der Gemeinde und aus dem Kirchenbezirk hatten dem Apostel vorab einige Zeilen zukommen lassen. "Es liest sich schon schön", so Apostel Follmann. "So stelle ich mir das vor, ein Diener Gottes mit den rechten Fähigkeiten der seine Befähigungen entwickelt und eingesetzt. Du warst ein Sonnenschein schon an der Eingangstür zur Kirche." Es geht darum, dass, die da kommen, merken, ich bin willkommen. Apostel Follmann dankte dem Diakon für seine Loyalität, dass er den Dienst als Diakon in der rechten Heiligkeit und im Sendungsbewusstsein ausgeführt habe und verabschiedete ihn in den Ruhestand.
Maria - ein Vorbild
Im Gottesdienst predigte Apostel Follmann zum Bibelwort aus Lukas 1, Verse 46 - 48: "Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder."
Maria ist eine zentrale Person der Heilsgeschichte, denn sie ist Mutter des Herrn. Maria zeichnet sich durch Glauben, Demut und Gehorsam aus. Sie bewahrte all das, was ihr offenbart und gesagt wurde, in ihrem Herzen. Apostel Follmann betonte, dass Maria den Ruf Gottes gehört und ihn angenommen hat. "Mancher Gedanke mag ihr durchs Herz gegangen sein. Sie hat die damit verbundene Verantwortung angenommen, weil es Gott war, der rief und ist nicht weggelaufen." Maria sei auch nicht vom Herrn weggegangen, als sie ihn bei einer Gelegenheit nicht verstanden hat. Dies seien Beispiele auch für heute.
"Wenn Gott ruft, geht auch so mancher Gedanke durchs Herz. Aber", so Apostel Follmann, "wenn es doch Gott ist, der da ruft, der Gott, der alles geschaffen hat, der Gott, der alles weiß, der alles sieht, der auch in dir und mir im Herzen lesen kann und weiß, was dort steht, weiß, was möglich ist an Befähigung, an Glaube, an Segenswirkung. Glaube ich an diesen Gott – wenn er dann ruft, wird es wohl sein."
Der Gemeinde riet er, beim Herrn zu bleiben, auch wenn wir ihn mal nicht verstehen oder Dinge im Miteinander nicht einfach sein mögen. „Diesen Rat wollen wir uns gegenseitig ins Herz bauen, denn das ist Aufgabe von uns allen als Christen in den Gemeinden: Was du auch tust - verlasse nicht den Herrn!", so der Apostel.
Evangelist Martin Rüßmann, Wehringhausen, wandte sich ebenfalls mit einem Beitrag an die versammelte Festgemeinde.
Ausklang
Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte die Gemeinde Diakon Adam und seiner Frau Susi Geschenke für den Ruhestand. Ein eigens für diesen Anlass gedichtetes Dankeschön-Lied für den Diakon und seine Frau setzte einen bewegenden Schlusspunkt.
Die Gemeinde lud anschließend alle Anwesenden zu einem Brunch ein. Man blieb so noch einige Zeit beisammen und nutzte dabei die Gelegenheit um an den Ruheständler und dessen Frau persönliche Dankesworte zu richten und Erinnerungen auszutauschen. Auch die Diakoninnen nahmen am Brunch und den Gesprächen teil, bevor sie sich mit Apostel Follmann zum Gedankenaustausch trafen.
© Bezirk Hagen
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