Breckerfeld. Am Sonntag, 04. Februar 2024, 10.00 Uhr, hielt Apostel René Follmann (Heiligenhaus) eine besonderen Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Breckerfeld.
In diesem Gottesdienst wurde der bisherige Gemeindevorsteher Priester Frank Höller auf eigenen Wunsch von seiner Beauftragung entbunden und Bezirksevangelist Volker Lange mit der Leitung der Gemeinde Breckerfeld beauftragt. Weiter wurde Priester Rainer Engemann aus der Gemeinde Breckerfeld in den Ruhestand versetzt und 4 Kindern und 1 Erwachsenen das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. Davon gehören 2 Kinder und die Erwachsene zur Gemeinde Breckerfeld.
Heilige Versiegelung
In der Vorbereitung auf die Heilige Versiegelung wies Apostel Follmann darauf hin, dass die Spendung des Heiligen Geistes einmalig und nicht umkehrbar ist. Damit verbunden ist die Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu Christi und damit Errettung vor den dann folgenden, schwierigen Verhältnissen auf der Erde, Geborgenheit in Jesus und Teilhabe am Friedensreich. Wichtig ist, dass dieser Geist sich entfalten kann und gepflegt wird. Das geschieht vornehmlich im Gottesdienst.
Ruhesetzung
In der Ansprache zur Ruhesetzung von Priester Rainer Engemann wies Apostel Follmann auf die lange Amtstätigkeit hin. Über 36 Jahre war Priester Engemann erst als Unterdiakon, dann Diakon und seit 2014 als Priester tätig. Er war in der Kinderarbeit tätig, sang im Chor und war immer mit ganzem Herzen dabei. Apostel Follmann dankte ihm für alles Gewirkte und für seine Glaubwürdigkeit. Priester Engemann wird auch weiterhin seine priesterliche Tätigkeit in der Krankenbetreuung weiterführen. Einen herzlichen Dank gab es auch für Priester Engemanns Ehefrau Silke, ohne die eine erfolgreiche Amtstätigkeit nicht möglich gewesen wäre.
Beauftragung
Gemeindevorsteher Priester Frank Höller hatte dem Apostel schon vor einiger Zeit den Wunsch mittgeteilt, ihn von seiner Beauftragung zu entbinden. Apostel Follmann kam dem nun entgegen und entband Priester Höller nach 5 Jahren als Gemeindevorsteher von der Beauftragung. Apostel Follmann dankte Priester Höller für alles Gewirkte, für seine Bescheidenheit und Demut. Er wollte nie in der ersten Reihe stehen, durch seine Art hat er aber viel Gutes in die Gemeinde hineingelegt, es waren wertvolle Jahre mit prägenden Inhalten. Natürlich gab es auch einen herzlichen Dank an Claudia, Priester Höllers Ehefrau, die ihren Mann in vorbildlicher Weise unterstützt hatte. Neuer Gemeindevorsteher wurde dann Bezirksevangelist Volker Lange, der den meisten Gemeindemitgliedern schon bekannt ist. Apostel Follmann wünschte ihm viel Freude und einen großen Segen. Er soll mit dem Herzen arbeiten. Das ist oft wertvoller als ein großer zeitlicher Aufwand.
Apostel Follmann legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus Apostelgeschichte 2, 39, zugrunde: „Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird“.
Zu Anfang seiner Predigt wies der Apostel darauf hin, dass heute Gemeindesonntag ist. Wie bei einer Familie sitzen alle an einem Tisch, tauschen sich aus, essen zusammen, freuen sich. Dieses gilt auch für die Gemeinde. Alle kommen zusammen, die Kinder, die Jugendlichen, das Mittelalter, die Senioren. Gott dient in seinem Sohn durch Wort und Sakrament, es wird Freude gewirkt, man tauscht sich aus, sucht die Gemeinschaft.
Dann ging Apostel Follmann auf das vorgelesene Bibelwort ein und wies darauf hin, dass wir alle aufgerufen sind, die Verheißung des Heils an die kommenden Generationen weiterzugeben.
In seiner ersten Predigt verkündete Apostel Petrus das Heil in Jesus Christus, das durch Buße, die Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes erlangt werden kann (Apostelgeschichte 2,38). „Denn … euren Kindern gilt die Verheißung“ Der Herr hat verheißen, dass seine Gemeinde ewig besteht (Matthäus 16,18) und dass die Apostel ihren Auftrag bis zu seinem Wiederkommen erfüllen können (Matthäus 28,20). Es ist jedoch an uns, die Botschaft an jene weiterzugeben, die nach uns kommen.
Da sind an erster Stelle die Eltern aufgerufen, den Glauben in die Herzen der Kinder hineinzulegen (Psalm 78,3–7). In diesem Zusammenhang sei an die Heiligung des Sonntags erinnert. Unsere Kinder sollen erkennen, dass sich dieser Tag abhebt von den anderen Tagen der Woche. Der Gottesdienst ist eine Begegnung mit Gott, unverzichtbar für unser inneres Gleichgewicht und die Vorbereitung auf das ewige Leben bei Gott.
Dieser Auftrag betrifft allerdings uns alle. Die Jüngeren beobachten uns. Die Kinder nehmen sich Beispiel an den Konfirmanden, die Konfirmanden an den Jugendlichen usw. Wohl verstanden, wir können sie nicht zwingen, treu zu sein. Unsere Aufgabe besteht jedoch darin, sie zu unterweisen, sie zu überzeugen und sie zu ermutigen, um sie fähig zu machen, richtige Entscheidungen zu treffen.
Was ist notwendig, um die Verheißung weiterzutragen? Um die Verheißung des Heils in Christus weiterzutragen, sind wir aufgerufen
■ zu informieren, indem wir von Jesus sprechen, von seiner Liebe und von seiner Gnade.
■ zu überzeugen, indem wir das Evangelium zunächst verinnerlichen und dann danach leben.
■ zu ermutigen, indem wir unsere Liebe zu den Kindern und zu den Jugendlichen unter Beweis stellen.
Geben wir auch die neuapostolische Lehre von der baldigen Wiederkunft Christi und der Sendung von Aposteln in der Gegenwart weiter:
■ Um sie bekannt zu machen, ist es unerlässlich, sie zu kennen!
■ Um zu überzeugen, muss man selbst überzeugt sein – wir glauben, dass die zeitgemäße Lehre durch den Heiligen Geist inspiriert ist und mit dem in Einklang steht, was Gott heute von uns erwartet!
■ Um die jungen Geschwister zu ermutigen, die Lehre anzunehmen, müssen wir die Qualität und die Stimmigkeit dieser Lehre unterstreichen, anstatt die Enttäuschungen und Frustrationen der Vergangenheit immer wieder zu thematisieren.
Gemeinsam wollen wir uns für die Zukunft der Kirche einbringen. Denn uns gilt die wunderbare Verheißung Jesu Christi, Gemeinschaft mit ihm zu haben.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Orgelspiel, Chor und Gemeindegesang umrahmt.
Nach dem Gottesdienst gab es noch ausreichend Zeit für Dank, ein herzliches Willkommen und Austausch und Gespräch bei Gebäck und Kaffee.
© Bezirk Hagen
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