Attendorn. Am Mittwochabend, 16. August 2023, feierte Bezirksapostel Rainer Storck den Wochentagsgottesdienst in der Gemeinde Attendorn. In diesem spendete er zwei Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Besuch nachgeholt
Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte der Bezirksapostel daran, dass er schon 2021 die Gemeinde besuchen wollte. Aufgrund der Pandemie musste der Besuch verschoben werden. Der Bezirksapostel äußerte seine Freude, dass es nun möglich geworden sei.
Es kommt auf die Kraft des Glaubens an
Bezugnehmend auf das Willkommensschreiben des Bezirksältesten, der davon schrieb, dass Attendorn eine der kleineren Gemeinden im Kirchenbezirk sei, stellte der Bezirksapostel die Frage: Was ist eine große Gemeinde und was ist eine kleine Gemeinde? Geht es um die Anzahl der Gläubigen, die den Gottesdienst besuchen? Oder geht es darum, dass möglichst viele Musikerinnen und Musiker vorhanden sind? "Gott sei Dank misst Jesus Christus nicht mit diesem Maßstab", so Bezirksapostel Storck. Es komme auf den Glauben der Gemeinde an: "So kann eine zahlenmäßig kleine Gemeinde bärenstark sein", schloss er diesen Gedankengang, den er allen Gemeinden, aber insbesondere der "kleinen Gemeinde Attendorn" widmete.
Die Tür zum Heil
Die Predigt stellte der Bezirksapostel unter das Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 10, Vers 9, wo Jesus spricht: "Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden."
Jesus sagt davon, dass er der gute Hirte ist und für seine Schafe sorgt. Dass er sich selbst als Tür bezeichnet, ist Hinweis darauf, dass der Weg zum Heil über ihn, den guten Hirten Jesus Christus zu finden ist. "Wir müssen aber auch durch diese Tür hindurchgehen", so der Bezirksapostel. Jesu Worte, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben sei, deuteten darauf hin, dass es wichtig ist diesen Weg zu gehen. Das bedeute aber eben auch, sich in der Nachfolge Jesu finden zu lassen. "Als Jünger Jesu ziehen wir unsere Kraft zur Nachfolge aus Gottes Wort und seiner Gnade. Diese finden wir am Altar Gottes."
Die Tür des Gebetes
"Es gibt Situationen, da beten wir und es ändert sich nichts", schilderte Bezirksapostel Storck ein ganz praktisches Beispiel. Wenn Jesus, der wahrer Gott aber auch wahrer Mensch war, Kraft brauchte, wenn er angefochten wurde, hatte er das Bedürfnis mit seinem Vater zu sprechen. "Nimm dir Zeit mit Gott zu sprechen, mach die Tür des Gebets weit auf sei ganz dabei und sei mit deinen Gedanken nicht schon ganz woanders", riet der Bezirksapostel.
Die Tür des Vertrauens
"Eine manchmal etwas schwierige Tür", so der Bezirksapostel. Als Jesus in höchster menschlicher Not fragte, warum Gott ihn verlassen habe, bekam er keine Antwort. Seine Reaktion darauf war, durch die Tür des Vertrauens zu gehen: "Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist." Bezirksapostel Storck rief dazu auf, sich zu bemühen, durch diese Tür zu gehen unter dem Gedanken: "Lieber Gott, nun habe ich alles versucht, was in meiner Macht steht. Ich habe getan, was ich konnte. Und nun befehle ich mich dir an."
Die Tür des Gehorsams
Auch wenn dieser Begriff oft negativ besetzt sei, sei Segen damit verbunden, es so zu tun, wie der Herr es getan hatte. "Er wurde in der Wüste dreimal versucht – aber er blieb Gott gehorsam und weigerte sich irgendeine andere Tür zu benutzen, als diese Tür des Gehorsams zu seinem Vater im Himmel", so der Bezirksapostel. "Folgen wir seinem Beispiel: Weigern wir uns, Gottes Gebot zu brechen, um zu erreichen, was wir gerne hätten."
Die Tür der Gnade
In seinem Predigtbeitrag bereitete Apostel Schug die Festgemeinde auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor. Dazu zitierte er aus der Offenbarung des Johannes: "Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann" (aus Offenbarung 3, Vers 8). "Gott hält uns die Tür zur Gnade auf, niemand kann sie verschließen. Setze dein Vertrauen ganz auf die Gnade Gottes", riet der Apostel.
Heilige Versiegelung
Nach der Begrüßung der Eltern mit ihren Kindern nahm Bezirksapostel Storck Bezug auf das dem Gottesdienst zugrundeliegende Bibelwort: "Eure Kinder sind bereits durch die Tür der Heiligen Wassertaufe gegangen." Dabei wurde ein erstes Näheverhältnis zu Gott begründet. "Die Tür der Heiligen Versiegelung ermöglicht nun die Empfangnahme der Gabe des Heiligen Geistes." Diese Gabe müsse gepflegt und ernährt werden. "Eltern müssen ihren Kindern immer wieder Türen öffnen, wenn sie noch klein sind und das selbst noch nicht können. Öffnet ihnen bitte die Tür zum Haus Gottes und zur Begegnung mit Gott", bat Bezirksapostel Storck.
Nach der Spendung des Sakramentes der Heiligen Versiegelung feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Anschließend beendete der Bezirksapostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Als besonderen Schlussakkord sang die versammelte Gemeinde das Lied "Der Herr ist mein Licht".
Nach dem Gottesdienst nahmen sich Bezirksapostel Storck, Apostel Schug und die ihn begleitenden Bischöfe seines Apostelbereiches noch viel Zeit zu Gesprächen und persönlichen Verabschiedungen.
© Bezirk Hagen
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