Lüdenscheid-Brügge. Am Mittwochabend, 12. Oktober 2016, hielt Bezirksapostel Rainer Storck den Gottesdienst in Lüdenscheid-Brügge. In seiner Begleitung befanden sich neben den Leitern und Gemeindeleitern des Hagener Kirchenbezirks auch Apostel Wolfgang Schug sowie die Bischöfe Karl-Erich Makulla und Ulrich Götte.
Mit großer Freude nahmen die Mitglieder der neuapostolischen Gemeinde Lüdenscheid-Brügge Anfang dieses Jahres die Nachricht auf, dass Bezirksapostel Rainer Storck einen Gottesdienst in ihrer Gemeinde durchführen wollte. Seit vielen Jahren war es damit wieder einmal so weit, dass ein Bezirksapostel ihre Gemeinde besuchen würde. Dies löste große Vorfreude aus.
Gemeindeleiter Priester Roger Conze, übermittelte dem Bezirksapostel vorab eine Chronik der Gemeinde. Bezirksapostel Storck ging zu Beginn seiner Predigt auf die Gründungsjahre und den unermüdlichen Einsatz der Glaubensmütter und Glaubensväter dieser Zeit ein. Er äußerte, dass deren Einsatz ihn sehr beeindruckt habe und stellte die Frage, ob und wie wir heute bereit sind, uns für das Evangelium, für den christlichen Glauben, für Jesus Christus und seine Kirche einzusetzen.
Seine Predigt stellte der Bezirksapostel unter ein Bibelwort aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher: "Wir müssen Gott allezeit für euch danken, liebe Brüder, wie sich's gebührt. Denn euer Glaube wächst sehr und eure gegenseitige Liebe nimmt zu bei euch allen." (2. Thessalonischer 1,3)
"Kann der Apostel uns auch solch ein Zeugnis ausstellen?", fragte der Bezirksapostel sich selbst und die Gottesdienstteilnehmer. "Reife Liebe sucht immer einen Weg zur Versöhnung. Wir wollen auch selbst bereit zur Versöhnung sein und den Anderen nicht am sogenannten langen Arm verhungern lassen." Als ein Rezept zum Wachsen gegenseitiger Liebe und Verständnisses gab der Bezirksapostel der Gemeinde den Rat sich zu fragen, was wir uns selbst wünschen: "Wünsche ich mir nicht etwas Wertschätzung, dass mein Fehler nicht breitgetreten wird, dass hinter meinem Rücken nicht geredet wird, über mich und andere. Und wenn ich mich besonders angestrengt habe, wünsche ich mir dann nicht auch etwas Dankbarkeit? Das wünsche ich auch meinem Nächsten."
Ein solches Handeln sei ein offenes Bekenntnis des Glaubens und es diene auch dazu, Gottes Gebote zu vertreten. Es sei schnell passiert, gegen das achte Gebot zu verstoßen, kein falsch Zeugnis wider unseren Nächsten zu reden, insbesondere dann, wenn wir nicht mit, sondern über unseren Nächsten reden.
Apostel Schug unterstrich in seiner Beipredigt die vom Bezirksapostel geäußerten Gedanken in dessen Predigt.
Besonders erfreut zeigte sich Bezirksapostel Storck über die Beiträge des Gemischten Gemeindechores, der den Gottesdienst mit gekonnt vorgetragenen und passenden Beitragen feierlich umrahmte.
Priester Roger Conze resümiert: "Unsere Vorväter und -mütter sind uns Vorbild, aber auch Männer wie unser Bezirksapostel, der aus Armenien kommend kaum zwei Tage zu Hause schon wieder nach Übersee aufbricht um für die Kirche zu arbeiten. Den dazwischen liegenden Wochengottesdienst hat er genutzt um von Rheinberg am Niederrhein nach Lüdenscheid-Brügge zu reisen und unserer Gemeinde zu dienen. Das beeindruckt uns als ein Zeichen reifer Liebe und spornt zum Nacheifern an."
© Bezirk Hagen
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